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Pressemeldungen

Deutsche Beteiligungs AG: 19,6 Millionen Euro Konzernjahresüberschuss

Zwei erfolgreiche Veräußerungen im Geschäftsjahr 2008/2009 / Ausschüttung 1,00 Euro je Aktie / Hohe Liquidität

Frankfurt am Main, 29. Januar 2010. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) schließt das Geschäftsjahr 2008/2009 mit einem Konzernjahresüberschuss von 19,6 Millionen Euro ab. Das Eigenkapital je Aktie steigt von 17,90 Euro auf 18,94 Euro. Wesentlicher Grund dafür ist ein Bewertungs- und Abgangsergebnis von 29,8 Millionen Euro oder mehr als zwei Euro je Aktie, das vor allem aus zwei erfolgreichen Unternehmensveräußerungen (Lewa und MCE) gespeist wurde. Die Eigenkapitalrendite, zentrale Steuerungsgröße des Konzerns, übersteigt für 2008/2009 die Eigenkapitalkosten; sie beträgt, unter Berücksichtigung der Ausschüttung für das vorangegangene Geschäftsjahr, 8,2 Prozent. Die Deutsche Beteiligungs AG verfügt weiterhin über eine hohe Liquidität; am Bilanzstichtag betrug sie 124,0 Millionen Euro (flüssige Mittel sowie kurzfristige und langfristige Wertpapiere). Durch den Abschluss der Veräußerung der Beteiligung an der MCE AG im Dezember 2009, also nach dem Bilanzstichtag, stiegen die flüssigen Mittel um rund 42 Millionen Euro.

Das vorangegangene Geschäftsjahr 2007/2008 hatte die DBAG mit einem Konzernergebnis von minus 51,1 Millionen Euro beendet. Dies entsprach einer negativen Veränderung des Eigenkapitals je Aktie von 17,5 Prozent. In den Jahren zuvor waren jedoch Renditen von zum Teil weit mehr als 20 Prozent erreicht worden. In den vergangenen zehn Geschäftsjahren schwankte die Eigenkapitalrendite je Aktie zwischen 56,2 Prozent und minus 17,5 Prozent. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite je Aktie über die vergangenen zehn Geschäftsjahre (1999/2000 bis 2008/2009) beträgt 14,0 Prozent. „In diese Zeitspanne fallen zwei gravierende Wirtschaftskrisen. Dass wir dennoch eine solch attraktive Rendite für unsere Aktionäre erwirtschaften konnten, spricht für unser Investmentteam und bestätigt die Qualität der Investitionsstrategie“, so Vorstandssprecher Wilken von Hodenberg während der Bilanzpressekonferenz der börsennotierten Private-Equity-Gesellschaft heute in Frankfurt am Main.

Aus dem Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen, die in vorangegangenen, sehr erfolgreichen Jahhen gebildet werden konnten, will die Gesellschaft eine Dividende und angesichts der erfolgreichen Unternehmensveräußerungen auch wieder eine Sonderdividende zahlen. Die Ausschüttung soll insgesamt 1,00 Euro je Aktie betragen – 0,40 Euro je Aktie Dividende plus 0,60 Euro Sonderdividende. 2009 waren 0,40 Euro je Aktie als Dividende ausgeschüttet worden.

Wichtige Kennzahlen (IFRS)  2008/2009  2007/2008
Konzernergebnis 19,6 Mio. €  -51,1 Mio. €
Eigenkapitalrendite je Aktie  8,2 %  -17,5 %
Eigenkapital je Aktie (zum 31. Oktober) 18,94 €  17,90 €
Ausschüttung (2008/2009: Vorschlag)    
   - Dividende 0,40 € 0,40 €
  - außerordentliche Sonderdividende  0,60 € 0,00 €

 

Portfoliounternehmen reagieren früh auf Herausforderungen der Krise
„Die Wirtschaftskrise hat alle Beteiligten vor neue Herausforderungen gestellt – das Management, die Mitarbeiter in den Portfoliounternehmen, aber auch uns und unsere Parallelfonds als Gesellschafter“, äußerte Vorstandssprecher von Hodenberg mit Blick auf das zurückliegende Geschäftsjahr. Und: „Wir können festhalten, dass unsere Beteiligungen auf die neuen Bedingungen früh reagiert haben.“ Die Unternehmen hatten schon im Herbst 2008 mit der Entwicklung von Szenarien und entsprechenden Maßnahmenplänen zur Bewältigung der Situation nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank begonnen. Vielfach ging damit eine Restrukturierung einher. Die Management-Teams mussten in einigen Situationen schmerzhafte Entscheidungen treffen, bis hin zur Trennung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dort, wo es sinnvoll und notwendig war, stützte die Deutsche Beteiligungs AG Unternehmen durch zusätzliche Eigenmittel.
Allerdings sind nur einige Portfoliounternehmen in besonderem Maße von der Krise betroffen. „Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der konsequenten Umsetzung unserer Investitionsstrategie“, so von Hodenberg. Die Deutsche Beteiligungs AG legt Wert darauf, ihre Beteiligungen beim Erwerb mit einer robusten Kapitalstruktur auszustatten. Die Unternehmen sollen auch bei rückläufigem Umsatz und Ertrag ausreichend Mittel zur Verfügung haben, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können.

Portfolio: Veräußerungen von MCE und Lewa bestätigen Geschäftsmodell
Die DBAG ist im vergangenen Geschäftsjahr keine neue Beteiligung eingegangen. Die Investitionen von 4,3 Millionen Euro (Vorjahr: 14,4 Mil¬lionen Euro) betrafen kleinere Engagementerhöhungen und Nachfinanzierungen bestehender Beteiligungen.
Veräußert wurden die Beteiligungen an der Lewa GmbH (Leonberg, www.lewa.com) und an der österreichischen MCE AG (Linz, www.mce-ag.com): Der MCE-Verkauf wurde erst im neuen Geschäftsjahr 2009/2010 abgeschlossen, die durch den Verkauf realisierte gute Wertentwick¬lung ist jedoch im Konzernabschluss 2008/2009 berücksichtigt. Beide Unternehmen haben sich während der Beteiligung der Deutschen Beteiligungs AG hervorragend entwickelt. Sie verzeichneten zweistellige Wachstumsraten beim Umsatz und eine deutliche Margenverbesserung. Dies hat sich in einer entsprechenden Wertsteigerung niedergeschlagen, so dass das eingesetzte Kapital vervielfacht werden konnte.

Wesentliche Unternehmen im Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG
Unternehmen Branche
Clyde-Bergemann-Gruppe  Maschinen- und Anlagenbau
Coperion GmbH  Maschinen- und Anlagenbau
Coveright GmbH  Spezialchemie
Grohmann GmbH Maschinen- und Anlagenbau
Heim & Haus GmbH  Konsumgüter
Hochtemperatur Engineering GmbH  Maschinen- und Anlagenbau
Homag Group AG  Maschinen- und Anlagenbau
ICTS Europe Holdings B.V. Industriedienstleistung
JCK KG  Konsumgüter
 Preh GmbH Automobilzulieferung

 

2009/2010: Fokus auf Investitionen in neue Beteiligungen
Für das neue, seit dem 1. November 2009 laufende Geschäftsjahr 2009/2010 macht der Vorstand der DBAG keine konkrete Ergebnisprognose. „Nach zahlreichen überwiegend sehr erfolgreichen Unternehmensveräußerungen verschiebt sich jetzt der Fokus auf Investitionen in neue Beteiligungen“, so Vorstandssprecher von Hodenberg. Mit Blick auf das Transaktionsgeschehen zeigt sich die Deutsche Beteiligungs AG zuversichtlich. „Wir beobachten, dass die Aktivitäten inzwischen wieder anziehen. Wir werten das auch als Ausdruck des wachsenden Eigenkapitalbedarfs infolge der Wirtschaftskrise“, heißt es im Brief des Vorstands an die Aktionäre im heute veröffentlichten Geschäftsbericht der Gesellschaft. Die Krise hat viele Unternehmen so stark getroffen, dass deren Bilanzen inzwischen ungünstige Strukturen aufweisen. Das Wachstum, das nach einem allmählichen Anziehen der Konjunktur zu erwarten ist, werden etliche Unternehmen nicht selbst finanzieren können. Angesichts der Verfassung des Bankensystems und der begrenzten Aufnahmefähigkeit des Kapitalmarktes eröffnen sich Chancen für Eigenkapitalinvestoren wie die Deutsche Beteiligungs AG. „Mit einem hohen Liquiditätsbestand und einem Parallelfonds, der in der Mitte seiner Investitionsperiode steht, sind wir gut gerüstet, diese Chancen wahrzunehmen“, so von Hodenberg abschließend. 

 

Xetra-Kurse

 
07.09.2010 17:35:36
DBAG Kurs-Diagramm
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